
Nina Gremlich
Statement – Warum ich die Ernährungsinitiative unterstütze
Ich mache mir Sorgen. Die Welt steckt gleichzeitig in mehreren Krisen: Klimawandel mit immer extremeren Wetterereignissen, Kriege und Konflikte, die Lieferketten unterbrechen, Pandemien, die ganze Systeme global und lokal ins Wanken bringen, und nicht zuletzt der Verlust von Biodiversität und fruchtbaren Böden. Die Liste ist noch viel länger. All das zeigt: Unser aktuelles Ernährungssystem ist zu anfällig und nicht nachhaltig.
Die Schweiz ist heute bei rund der Hälfte unserer Lebensmittel von Importen abhängig. Das funktioniert, solange alles läuft. Aber was passiert, wenn Ernten ausfallen, Grenzen geschlossen werden oder Böden und Grundwasser nichts mehr hergeben?
Die Ernährungsinitiative gibt mir Hoffnung, weil sie genau hier ansetzt:
Mehr Lebensmittel aus der Schweiz: Das macht uns unabhängiger von weltweiten Krisen.
Mehr direkte pflanzliche Ernährung für den Menschen und weniger Umweg über die Tierhaltung: Das schont Ressourcen wie Wasser und Boden und reduziert Treibhausgase.
Schutz von Grundwasser und Natur: Sauberes Trinkwasser und artenreiche Ökosysteme sind keine Selbstverständlichkeit – sie müssen erhalten bleiben.
Ich unterstütze die Initiative, weil ich finde: Wir müssen jetzt handeln und etwas ändern. Ein Ernährungssystem, das krisenfester, nachhaltiger und gerechter ist, ist möglich – die Ernährungsinitiative ist ein Schritt in diese Richtung.
Nina Gremlich
MSc Umweltnaturwissenschaften ETH, Vertiefung Ökologie und Evolution